Zwei Kameras, eine Person, null Hände frei. Wer allein streamt, schneidet selten: Du kochst, zockst, redest oder läufst durch die Stadt, und die zweite Kamera zeigt eine Stunde lang niemandem etwas. Ab heute schneidet dein Studio das für dich. Du legst fest, zwischen welchen Szenen es wechseln soll und wie oft, und es schneidet im Takt, bis du es wieder ausschaltest.
Was die Szenenrotation macht
Unter den Szenen in deiner Regie steht jetzt eine Zeile „Szenenrotation“:
| Was | Wie |
|---|---|
| Ein Schalter | Rotation an oder aus, mit einem Klick |
| „alle … s“ | Die Sekunden zwischen zwei Schnitten: von 15 bis 3.000, also bis 50 Minuten |
| Ein Häkchen pro Szene | Welche Szenen mitmachen. Mindestens zwei, sonst lässt sich der Schalter nicht einschalten |
| Der Timer | „Schnitt auf ‚Kamera 2‘ in 0:42“, mit einem Balken, der sich füllt |
Ist der Timer abgelaufen, schneidet dein Studio das Programm auf die nächste angehakte Szene, in der Reihenfolge, in der deine Szenen in der Regie stehen. Nach der letzten kommt wieder die erste. Mit zwei Kameras heißt das: hin und her. Mit drei: eins, zwei, drei, eins.
Geschnitten wird auf unseren Servern, nicht in deinem Browser. Du kannst die Regie schließen, das Handy wegstecken oder das Studio vom Laptop aus starten und die Rotation dann laufen lassen. Auch auf dem Handy steht die Zeile unter den Szenen.
Was wir uns dabei gedacht haben
Dein Schnitt geht vor. Schneidest du selbst, beginnt der Timer von vorn. Die Einstellung, auf die du gerade geschnitten hast, bekommt also immer die volle Zeit und wird nicht nach drei Sekunden wieder weggeschnitten, weil der Timer zufällig gerade ablief.
Sie schneidet nur weg, was ihr gehört. Liegt im Programm eine Szene, die du nicht angehakt hast, wartet die Rotation. Das ist der Weg, sie anzuhalten, ohne sie auszuschalten: Du schneidest auf deine „Gleich zurück“-Szene, machst Pause, schneidest zurück auf eine Kamera, und die Rotation läuft weiter. Dasselbe gilt, solange die automatische Fallback-Szene wegen einer schlechten Leitung im Programm ist: Die Rotation schneidet dein Publikum nicht aus dem Funkloch-Bild heraus. Schaltet das Studio zurück auf die Kamera, läuft der Timer wieder an.
Kein Schnitt ins Schwarze. Eine Kamera, deren Leitung gerade nicht gut ist, wird übersprungen: Es sendet niemand, die Quelle hat sich gerade erst verbunden, oder die Leitung ist schlecht. Die Regie sagt dir unter den Häkchen, welche Kamera gerade ausgelassen wird. Gibt es keine andere Szene, auf die es gehen kann, bleibt das Bild, wo es ist, und der Timer beginnt von vorn.
Jede Szene darf mitmachen. Nicht nur Kameras: Auch deine Fallback-Szene oder deine Starting-Soon-Szene kannst du anhaken, wenn du willst, dass zwischendurch ein Bild, ein Video oder deine Clips laufen. Eine Webseite als Szene wird bei jedem Schnitt neu geladen und braucht ein paar Sekunden, bis sie zu sehen ist; ein hochgeladenes Bild oder Video ist sofort da.
Wofür das gut ist
- Gaming mit Facecam und Handy. Das Handy als zweite Kamera zeigt deine Hände am Controller oder den Raum. Alle zwei Minuten für 30 Sekunden darauf? Dafür reichen zwei Szenen und 60 bis 120 Sekunden; den Rest schneidest du selbst zurück, wann es passt.
- Kochen, Basteln, Werkstatt. Totale und Nahaufnahme im Wechsel, alle 20 oder 30 Sekunden, während du beide Hände für die Arbeit brauchst.
- IRL mit zwei Handys. Selfie-Kamera und Brustkamera, alle 45 Sekunden. Fällt eine der beiden ins Funkloch, bleibt das Programm auf der anderen.
- Podcast oder Talk zu zweit. Jede Person sendet als eigene Quelle, wie bei zu zweit aus zwei Städten, und das Bild wechselt, ohne dass jemand die Regie bedient.
Was es nicht kann
- Es ist ein harter Schnitt. Wie jeder Schnitt in deinem Studio. Blenden sind geplant, aber noch nicht gebaut.
- Ein Takt für alle Szenen. Du kannst nicht einer Szene 60 Sekunden und der anderen 15 geben, und die Reihenfolge ist die der Szenen in der Regie, nicht zufällig.
- Sie hört nicht auf den Ton. Die Rotation weiß nicht, wer gerade spricht. Sie schneidet nach der Uhr, nicht nach dem Gespräch.
- Ein schwarzes Bild mit guter Leitung zählt als gut. Sendet eine App mit voller Bitrate ein Bild vom Hosentaschenfutter, schneidet die Rotation auch darauf.
- Noch nicht vom Stream Deck oder aus dem Chat. An- und ausschalten geht in der Regie im Browser. Über die OBS-kompatible Schnittstelle und den Chat-Bot lässt sie sich noch nicht steuern.
- Eine frisch verbundene Kamera wartet kurz. Bis das Studio die Leitung als gut einstuft, vergehen nach dem Verbinden bis zu fünf Sekunden. So lange wird sie übersprungen.
So schaltest du sie ein
Starte dein Studio und öffne die Regie. Unter den Szenen hakst du die an, zwischen denen geschnitten werden soll, trägst die Sekunden ein und legst den Schalter um. Der Timer läuft sofort an, egal ob du schon auf Sendung bist. Den Unterschied zwischen Programm und Vorschau, und warum ein Schnitt anders ist als ein Take, erklärt Programm und Vorschau.
Ob es so schneidet, wie du willst, siehst du ohne Publikum: Studio starten, mit zwei Quellen senden, Rotation auf 15 Sekunden, zuschauen. Die Einstellung bleibt, wenn dein Studio neu startet.